Das arabische VollblutEin Bericht von Nina C. Kern (LaLauna)
Ein paar Worte über Araber sollen es ein... Was fällt einem da spontan ein? Vielleicht denken Sie an die romantischen Beschreibungen der arabischen Dichter, vielleicht denkt manch einer auch mit Sehnsucht an die Zeiten zurück, in denen die Rasse noch von einer fast beispiellosen Exclusivität umgeben war. Vielleicht wäre es aber auch gut, sich noch einmal vor Augen zu führen, was einen Araber überhaupt ausmacht. ![]()
Charakteristisch sind natürlich zunächst der Kopf und die hohe Schweifhaltung, Merkmale die einen von weitem erkennen lassen sollen, mit wem man es zu tun hat. Der Araber soll eine breite, vorgewölbte Stirn haben, jibbah genannt. Der Kopf an sich soll stolz und erhoben getragen werden, der Kehlgang, mitbah, frei sein. Die Ohren sollen nicht zu klein sein und die Spitzen müssen sich, wie der arabische Halbmond geformt, nach innen biegen. Die schwarze Haut um Augen und Maul muss haarlos sein, das Fell seidig und fein genug, dass man die Adern unter der Haut erkennen kann. Weitere Unterschiede in der Anatomie zu anderen Rassen sind geringere Anzahl der Rippenpaare, der Lendenwirbel und der Schweifwirbel. Ebenso sind die Knochen von Arabern verhältnismäßig kompakt und von einer hohen Strukturdichte, was manche als Grund dafür sehen, dass Araber selten lahmen. Der Standard verlangt übrigens ein konkaves oder gerades Profil, ein ausgeprägter Hechtkopf ist also kein absolutes Muss und auch kein notwendiger Bestandteil eines typvollen Arabers.
Eine andere Sage erzählt von Mohammed, der nach einem Kriegszug zurückkehrte und alle Stuten in Sichtweite eines klaren Baches einpferchen ließ. Die Stuten waren völlig erschöpft und ausgezehrt. Am Morgen ließ er sie frei und wartete, bis die Herde fast das Wasser erreicht hatte. Dann ließ er zum Angriff blasen. Nur fünf Stuten reagierten, lösten sich aus der Gruppe und galoppierten, ohne ihren Durst gestillt zu haben, zurück. Auf diesen fünf Stuten (al khamsa - die fünf) soll Mohammed dann seine Zucht aufgebaut haben. Für diese Geschichte spricht, dass die Wertschätzung der Araber für ihre Pferde unter Mohammed tatsächlich einen Höhepunkt erreichte, und ihre liebevolle Pflege sogar zur religiösen Pflicht erhoben wurde. Allerdings tauchen die Namen der fünf Stuten (die bekannt sind) in keinem Stammbaum auf.
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Fakt ist jedoch, dass die Beduinen auf die Reinhaltung der Rasse peinlich genau achteten. Dies hat seinen Grund im Glauben der Beduinen an Telegonie, d.h. sie nahmen an, dass eine Stute, die einmal von einem unreinen, also nicht asilen Hengst gedeckt wurde, genetisch belastet sei und damit alle ihre späteren Fohlen kadish, nicht mehr rein wären. Was nach dem heutigen Stand der Wissenschaft töricht klingen mag, führte doch dazu dass man annehmen kann, dass ein asiler Araber tatsächlich frei von Fremdblut ist. Die Linie wurde immer über die Mutter weitergegeben, die Abstammungen der Pferde wurden meist mündlich überliefert. Jedoch kann man diesen mündlichen Überlieferungen mit gutem Grunde trauen, denn die Beduinen schätzten ihre Pferde und die Reinheit ihres Blutes sehr hoch ein. Bei der Geburt eines Fohlens wie bei der Bedeckung der Stute waren stets Zeugen anwesend. Im Laufe der Zeit bildeten sich bestimmte Stämme, die alle auf berühmte Stuten zurückgingen, heraus, die wichtigsten sind Koheilan, Saqlawi, Hadban, Dahman, Hamdan, Ubayan. Die edleren Exemplare wurden übrigens im Süden gezüchtet, herauszuheben sind besonders die Araber aus dem Nedj.
Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts wurden eher selten Araber importiert. Napoleon verliebte sich während seines Ägyptenfeldzugs in die Rasse und ritt von da an einen Araberhengst, den er nach der Schlacht Marengo nannte. Er brachte auch Araber nach Frankreich, da er sie als sehr gute Kriegspferde schätzte, jedoch wurde mit diesen Tieren eher veredelt als dass man sie reingezüchtet hätte. Dies begann wie gesagt relativ spät und dafür in großem Ausmaß, als Herrscher und Privatleute wahre Einkaufkommissionen nach Ägypten schickten. Vielen dieser Einkäufer fehlte es an Sachverstand und mancher Beduine wird sich gefreut haben, für ihn wertlose Pferde teuer verkaufen zu können. Jedoch gab es auch einige, die mit hervorragenden Pferden zurückkehrten und außerhalb Arabiens erfolgreich weiterzüchteten.
Mittlerweile gibt es fast in jedem Land der Welt Araber, viele Zuchten sind äußerst erfolgreich, obwohl erst die Lebensbedingungen der Wüste den letzten Schliff geben. So kann man auf Gestüten in heißen und trockenen Gegenden eine nochmalige Verbesserung in punkto Trockenheit bei den Pferden erkennen. Nachdem im - ich würde sagen - letzten Jahrhundert das stattfand, was man fast schon einen Ausverkauf der Qualität in den Ursprungländern des Araber nennen kann (El Zahraa z.B., das Staatsgestüt Ägyptens, hat durch den Verkauf zu vieler guter Pferde in der Vergangenheit heute an Stellenwert leider verloren, jedoch sind dort noch immer einige interessante Hengste und Stuten zuhause), entdecken heute auch viele Scheichs ihre Liebe zu den Pferden wieder und kaufen ihrerseits nun viele Araber aus Europa und den USA. Wunderschöne Gestüte, an Luxuriösität nicht zu überbieten werden gebaut, oder alte Gestüte erwachen wieder zu neuem Leben und beginnen wieder, sich auf internationalen Schauen zu beteiligen. Erste Erfolge sind deutlich zu erkennen, standen vor einem Jahrzehnt noch Araber aus polnischer oder russischer Zucht bei Schauen an erster Stelle, sind es heute die "Rückimporte" aus Qatar und den VAE, die deutlich auf dem Vormarsch sind. Besonders engagiert sind z.B. die VAE, Qatar und Jordanien, wo regelrechte Sammlungen vierbeiniger Schätze aus aller Welt zusammengetragen wurden. Viele sprechen in diesem Zusammenhang von einer Renaissance des Arabers in seinen Ursprungsländern - der Kreis schließt sich. Und tatsächlich scheinen sich die Pferde, die nach einigen Generationen außerhalb des Orients wieder Wüstenluft schnuppern, sich sehr wohl zu fühlen - ein schöneres Zuhause als in den Ställen der Scheichs kann man sich kaum vorstellen.
Soweit ein grober Überblick über die Entwicklung der Araberzucht weltweit. Betrachten wir nun näher einige Zuchtrichtungen genauer. Fangen wir mit dem Ausgangspunkt an,
dem rein ägyptischen Araber.
Laut Definition ist ein rein ägyptischer Araber ein Pferd, das
- in einem WAHO-anerkannten Stutbuch registriert oder registrierbar ist und
- in jeder Linie seiner Abstammung auf Pferde zurückgeht, die in der arabischen Wüste geboren wurden; und
- in jeder Linie seiner Abstammung auf Pferde zurückgeht, die folgende Bedingungen erfüllen:
a) Pferde, die von Abbas Pasha I oder Ali Pasha Sherif gezogen wurden oder ihnen gehörten;
b) Pferde, die zu den Stammstuten der RAS/EAO gehören, und die mit einer Eintragungsnummer in den Stutbüchern der RAS/EAO ab Band I, Seite 45 zu finden sind. Ausgenommen die Hengste Registan und Sharkasi, da ihre Abstammungen Elemente enthalten, die nicht mit der Zielsetzung der Pyramid Society Europe übereinstimmen;
c) Pferde, die in direkter Linie von den unter a) und b) erfaßten Pferden abstammen;
d) Pferde (ausgenommen jene, die von Registan oder Sharkasi abstammen), die in einem ägyptischen Privatgestüt gezogen wurden und direkt von dort importiert wurden noch bevor die EAO mit der Kontrolle der privaten Zuchten begann (siehe Band IV des Stutbuchs der EAO).
Das mag nun etwas kompliziert klingen. Ich werde versuchen, das Ganze vereinfacht zu erklären: Die Araberzucht hat ihre Wiege im Orient, wo man zur Pferdezucht eine andere Einstellung hat als im westlichen Raum. Wir haben also ein großes Gebiet, in dem viele Pferde herumspringen, und erst einmal wenig Ahnung davon, welche nun tatsächlich reingehalten wurden. Denn schon in den Ursprungsländern gab es natürlich auch andere Pferde als Araber, so kam es durchaus zu einer Vermischung der arabischen Rasse mit syrischen Pferde usw. ![]()
Nun möchte man die Reinheit des Blutes erhalten, und fängt also an, die Kriterien die dafür angesetzt werden, zu verfeinern. Wir haben also eines der Pferde, die da herumspringen, herausgepickt und nennen es "Araber". Wir picken uns das nächste heraus, dieses stammt vielleicht aus der Zucht eines bestimmten Stammes, von dem wir wissen, dass er der Reinheit seiner Pferde größten Stellenwert beimisst und deshalb nehmen wir an, dass es rein ägyptisch ist. Diese Information ist genauso viel Wert, wie die Sicherheit des Stammes, dass seine Pferde kein Fremdblut führen, also nicht absolut. Nun beschäftigen wir uns näher mit den Stämmen und ihren Pferden, und mit der Zeit bilden sich Stämme heraus, deren Pferde man nicht ohne weiteres für ganz rein hält - also mal lieber Vorsicht walten lassen und diesen Pferden nicht das Attribut "rein ägyptisch" geben. Und so kommen Definitionen wir die oben genannte zustande.
Es gibt asile Pferde, die nur auf Wüstenzuchten zurückgehen, rein ägytische, die ihre Kriterien ein wenig enger fassen, und dann gibt es selbst innerhalb der rein ägyptischen Araber immer noch einige Verfeinerungen, die immer weniger Pferde mit einschließen. Das ganze ist ein kompliziertes Feld und für den Anfang reicht es völlig zu wissen, dass diese Definitionen wir ein Kegel aufgebaut sind. Alle Vollblutaraber sind Vollblutaraber, einige darunter sind asil, einige der Asilen sind auch noch rein ägyptisch, einige der Ägypter entsprechen auch noch den Kriterien für die blue list etc... Definitionen über Definitionen eben.
Viele Züchter haben es sich zur Aufgabe gemacht, den rein ägyptischen Araber zu erhalten, Zusammenschlüsse solcher Züchter sind in Deutschland der Asil Club und die Pyramid Society Europe, in den USA die Al Khamsa.Ägypter gelten als besonders typvoll, die Augen sind besonders groß, der Rücken kurz und die Fesseln zierlich. Auch die hohe Schweifhaltung ist hier oft besonders ausgeprägt. Besonders einflussreich war hier der Hengst Nazeer, es gibt heute kaum Ägypter, die ihn nicht im Pedigree führen.
Der Russische Araber
Das russische Staatsgestüt Tersk wurde 1898 gegründet. Die Araberzucht dort brachte großer Vererber wie zum Beispiel Menes hervor. Einflussreich in der russischen Zucht war auch der rein ägyptische Hengst Aswan, ein Staatsgeschenk, der heute noch als Bronzestatue in Tersk steht. Russische Araber sind sehr vielseitig, sie werden nach Rennleistung selektiert, sind aber auch auf Schauen erfolgreich, "russischen Gänge" sind Synonym für anmutige, kraftvolle und raumgreifende Bewegungen. Die Zucht heute basiert auf 7 Hengst- und 10 Stutenlinien.
Der Polnische Araber
In Polen gibt es heute drei Staatsgestüte: Miachalow, Janow Podlaski und Bialka. Die Selektion geht streng nach Rennleistung, Zuchtziele sind Schnelligkeit, Härte, Ausdauer und Mut. Alle Dreijährigen werden einem Leistungstest unterzogen, was einen hohen Standard der Zuchtpferde in Bezug auf Leistung sicherstellt. Polnische Araber sind gerne etwas kalibriger als z.B. die Ägypter, haben einen längeren Rücken und eine robuste Kondition. Trotz der hohen Leistungsstandards sind besonders einige Stutenlinien für ihren herrlichen mütterlichen Ausdruck berühmt. Ganz aktuell sind die ausgezeichneten Erfolge der in Janow gezogenen Pianissima, die viele für das beste Stütchen halten, dass sie je gesehen haben. Pianissima stammt aus einer Mutterlinie, die für die Schönheit ihrer Stuten bekannt ist und weltweit Anhänger hat, ihr Vater ist der Weltchampion Ghazal al Shaqab, zuhause in Qatar. Jährlich findet in Janow eine öffentliche Auktion statt, die sich großer Beliebtheit erfreut und bei der auch immer wieder bewährte Vererber mit genügend Nachzucht angeboten werde.
Der Crabbetaraber
Der Namen Crabbet Park ist untrennbar mit dem Namen seiner Gründerin, Lady Anne Blunt verknüpft, die eine ausgesprochene Leidenschaft für Araber hatte und Ihnen ihr Leben widmete. Sie schuf auf dem 1878 erbauten Gestüt in Sussex eine Zucht hervorragender Araber, die auf von ihr importierten Tieren aufbaute. 1920 wurde das Gestüt von Lady Wentworth übernommen, großen Einfluss nahm deren Lieblingshengst Skowronek, dessen Abstammung allerdings umstritten ist. Skowroneks Kinder waren ausnahmslos schneeweiß und von einem damals seltenen klassischen Typ. Mit ihm als Beschäler erlebte das Gestüt seine Blütezeit. So importierte z.B. W.K. Kellogs, der Cornflakes-Erfinder, zwei Skowroneksöhne in die USA, die dort großen Einfluss auf die Zucht hatten. Überhaupt hatten die Crabbetaraber viel Einfluss auf die Zucht außerhalb Ägyptens. In Australien zum Beispiel führen noch heute die meisten Araber einen Großteil Crabbetblut. Crabbetaraber sind sehr leistungsfähig, haben kräftige Beine, oft viele Abzeichen (ein Erbe von Mesaoud) und große, ausdrucksvolle Augen.
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Der spanische Araber
1893 wurde das Militärgestüt in Cordoba gegründet, mit dem Ziel, Araber zur Veredlung der Landrassen zu verwenden. Dafür wurden Araber aus Ägypten, Polen und auch Frankreich importiert. Im Bürgerkrieg starben jedoch ungefähr 700 Araber, Gestüte brannten ab und mit ihnen auch Abstammungsdokumente. Die Unsicherheit, wie es mit der Anerkennung der überlebenden Pferde weitergehen sollte, schreckte viele ab. Doch wer wagt gewinnt: Familie Merz baute auf einer Anpaarung der Spanischen Stute Estopa mit dem Ägypter Shaker el Masri eine Dynastie herausragender Pferde auf, die nicht nur auf Schauen für Furore sorgten. Spanische Araber sind besonders berühmt für ihre Augen und Athletik. ![]()
Weitere Länder:
Dieses waren die bedeutendsten Zuchtrichtungen. Es gibt natürlich noch weitere: In Frankreich z.B. werden Rennaraber gezüchtet, die an Schnelligkeit kaum zu überbieten sind, aber kaum noch wie Araber aussehen, und deshalb von vielen Züchtern mit Skepsis gesehen werden. In Tunesien geht man ebenfalls nach Rennleistung, das dortige Staatsgestüt heisst Sidi Thabet. Ein importierter Ägypter, der den Typ der Pferde dort verbessern sollte, blieb wenig genutzt, da er einen schwachen Rücken hat - man setzt lieber auf die Beschäler mit guter Leistung und hervorragendem Fundament, die dafür leider einige Schwächen im Typ haben. Insgesamt ist die Population der tunesischen Araber relativ abgeschlossen. Es werden über 250 Rennen im Jahr ausgetragen, ungefähr 400 Pferde sind derzeit im Training. Es gibt 225 registrierte Züchter. Die Anzahl der Schauen pro Jahr (5) im Gegensatz zu der der Rennen verdeutlicht den Schwerpunkt der Zucht. Auch in der Türkei werden Araber bei offenen Rennen eingesetzt. Die Tiere, die ich dort gesehen habe, sind sehr viel typvoller, als z.B. die französischen Rennaraber.
Einsatz der Pferde
Was kann man nun mit seinem Araber anstellen? Der ursprüngliche Verwendungszweck, nämlich ein paar schöne ghazus in den Nachbarort zu unternehmen, führt in unserem konventionellen Zeitalter leider zu strafrechtlicher Verfolgung. Wie sonst kann man sich also gegenseitig sinnvoll beschäftigen, denn Beschäftigung braucht ein Araber in jedem Fall?
Freizeitreiten: In diesem Bereich dürften rund 70 % der Araber tätig sein - als Partner für die ganze Familie oder den Einzelnen. Wenn man schon nichts raubt, kann man ja wenigstens ein paar Jagden mitreiten oder an Wanderritten teilnehmen, oder? Hauptsache man macht etwas zusammen, denn Araber können auf Aufmerksamkeitsentzug sehr sensibel reagieren.
Dressur: Araber haben es mit der Versammlung zwar leichter, können jedoch nicht immer mit den Gängen extra dafür gezüchteter Rassen mithalten. Wer einen Dressuraraber sucht, muss sich ein wenig umsehen. Es gibt Vollblutaraber, die bis M platziert sind, aber sie sind eher die Ausnahme. ![]()
Springen: Viele Araber springen sehr gerne - allerdings gilt auch hier: schon aufgrund der Größe können sie mit Springpferden nicht unbegrenzt mithalten.
Distanzen: Hier liegt die Domäne der Araber, denn hier können sie genau das machen, was sie können: Laufen, laufen und nochmal laufen. Hier kommen ihnen nicht nur Ausdauer und Härte, sondern auch das schnelle Regenerationsvermögen zugute. ![]()
Rennen: Wie oben gesehen, wird sogar ein überraschend großer Teil der Araber auf Rennleistung selektiert. Araberrennen sind gerade auf dem Vormarsch, in den letzten Jahren engagieren sich besonders einige deutsche Züchter stark für diesen Sektor. Die Aussichten sind gut.
Westernreiten: Im Westernbereich sind auch verhältnismäßig viele Araber erfolgreich, auch gegen Quarter. Vorteile der Araber sind ihre Wendigkeit und die hohe Auffassungsgabe. Fahren Ob Distanz- Dressur- oder Freizeitfahrer, viele schätzen Araber nicht nur unter, sondern auch sich. Auch dieser Sektor scheint im Kommen zu sein.
Schauen: Den kleinsten Teil der Araberpopulation machen die Schaupferde aus. Viele von Ihnen sind nebenher ganz normale Reitpferde. Leider nimmt aber auch die Professionalität der Schauen immer weiter zu: Da Schausieger am teuersten verkauft werden können oder die meisten Deckkunden bekommen, wird der Konkurrenzkampf immer verbissener. Manipulationen an den Pferden kommen scheinbar immer häufiger vor. Auch die Vorstellung der Pferde mutet mittlerweile seltsam an, manch einer scheint zu glauben, nur ein panisches Pferd könne beeindrucken. Erfreulicherweise (je nachdem wie man's nimmt) reagieren viele Züchter damit, ihre Pferde zu Hause zu lassen. Zwar führt das zu immer kleineren Klassen, aber seit ein paar Schauen wegen mangelnder Teilnahme ausfallen mussten, haben sich viele Ideen gefunden, wie man Schauen in Zukunft wieder etwas fairer, familiärer und pferdegerechter gestalten könnte, so will man in Zukunft Reit- und Schauklassen kombinieren. Das hat teils schon ganz gut geklappt, auch gibt es Schauen, auf denen die Sieger der Schauklasse auch in den Reitklassen vorgestellt werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt, damit Schauen auch wieder für ein breiteres Publikum in und um den Ring interessant werden.
Vielen Dank an Nina für diesen tollen Bericht. Alle Rechte an den hier dargestellten Fotos liegen bei Nina C. Kern. Kopieren oder Vervielfältigen verboten!