Geronimo... mit den Augen eines PferdesEin Portrait der Buchautorin Lydia Schweigert
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Am Anfang jeden Buches steht eine Idee. Doch oft reicht der Mut nicht aus zum Umsetzen. Durchsetzungskraft, Ausdauer und vor allem Umsicht sind zudem geboten, bei einer ersten Buchveröffentlichung.
Von all dem kann Lydia Schweigert ein Lied singen. Sie wagte den Schritt und veröffentlichte Ihr erstes Buch im Jahr 2004.
Die Grafik-Designerin und Hobby-Schriftstellerin brachte inzwischen ihr drittes Buch für Jung und Alt auf den Büchermarkt. Ihr erstes Buch "Geronimo - mit den Augen eines Pferdes" hält sich erflogreich in den Amazon Verkaufslisten und auch Ihre weiteren Werke "Floppy - der Hund vom anderen Stern" und "Schlummerland" sind auf dem besten Weg nach oben.
Bei "Geronimo - mit den Augen eines Pferdes" geht es um ein Pferd das vom Tag seiner Geburt an erzählt, wie es die Welt entdeckt. Mit seinen Abenteuern und den manchmal etwas verrückt scheinenden Ideen "seiner" Menschen bringt es die Leser zum Lachen, zum Schmunzeln - und vielleicht auch manchmal ein bisschen zum Nachdenken.
Um euch einen Eindruck von "Geronimo" machen zu können, findet ihr unten eine kleine Leseprobe. ![]()
Doch zuerst einmal ein paar Fragen an Lydia zum Thema Buchautorin:
HT: Lydia, wie bist Du darauf gekommen ein Buch wie "Geronimo" zu schreiben?
Lydia: Die Freude am Schreiben habe ich eigentlich eher zufällig entdeckt, als ich mich im Rahmen meines Grafikdesignstudiums mit der Buchillustration beschäftigte. Ich schrieb kleine Geschichte zu meinen Illustrationen, die Geschichten wurden länger und ich entdeckte die Freude daran meine Kreativität auf diesem Wege auszuleben. Inzwischen blicke ich auf über 30 Jahre Pferdeerfahrung zurück, habe 7 Jahre davon hauptberuflich als Pferdepflegerin gearbeitet. Im Laufe dieser über 30 Jahre fiel mir immer wieder auf, dass Pferdebesitzer / Reiter leider sehr oft aus Unwissenheit und vor allem Gedankenlosigkeit Fehler machen, unter denen die Pferde dann zu leiden haben. So kam mir die Idee eine unterhaltsame Geschichte damit zu verbinden, die Leser zum Nachdenken anzuregen. Ich denke gerade wenn man mit Pferden zu tun hat, lernt man nie aus, und man sollte vor allem nie aufhören über das was man tut nachzudenken.
HT: Sind die Handlungen und Personen in Deinen Büchern frei erfunden oder gibt es da Parallelen zu deinem Umfeld?
Lydia: Personen und Handlung sind imGrunde völlig frei erfunden. Wenn man aber sein Leben lang mit Pferden zu tun hatte, bleibt es nicht aus, dass die ein oder andere Erfahrung irgendwo in die Handlung mit einfliesst. ![]()
HT: Wie erfolgreich sind Deine Bücher inzwischen?
Lydia: "Geronimo - mit den Augen eines Pferdes" ist inzwischen im Amazon-Verkaufsrang von 1.500 000 auf inzwischen 284.349 hinaufgeklettert. Damit ist es zwar noch lange nicht das, was man als einen Bestseller bezeichnen würde, aber für ein "Erstlingswerk", das bei einem kleineren Verlag erschienen ist doch eine beachtliche Leistung. Ich habe inzwischen viele Mails und Rezensionen von Lesern erhalten, die von meinen Büchern sehr begeistert waren. Das baut auf und motiviert zum Weiterschreiben.
HT: Wie findet man einen geeigneten Verlag, der bereit ist, die eigenen Bücher zu drucken?
Lydia: Die Verlagssuche ist noch aufwendiger als das Schreiben selbst, und erfordert seht viel Geduld. Große Verlage nehmen teilweise gar keine Manuskripte zur Prüfung von Jungautoren an, oder haben teilweise Wartezeiten von bis zu 2 Jahren für die Prüfung eines Manuskriptes. Das heißt dann aber noch lange nicht, dass es nach dieser Wartezeit auch veröffentlicht wird. Zunächst sollte man sich über das Verlagsprogramm informieren, und kritisch prüfen ob die eigene Geschichte in dieses Verlagsprogramm passen könnte. Dann ist es sicherlich hilfreich einige Autoren, die bei dem Verlag veröffentlicht haben anzuschreiben, und nachzufragen welche Erfahrungen sie mit dem Verlag gemacht haben. Meiner Erfahrung nach sind die meisten Autoren gerne zu einem Erfahrungsaustausch bereit.
Verlage gibt es viele, doch hier ist Vorsicht geboten. Leider tummeln sich in der Branche auch einige schwarze Schafe, die unerfahrenen Autoren das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Inzwischen habe ich einige Autorenkolleginnen und Kollegen kenengelernt, und natürlich ist die Verlagssuche dort immer ein Thema. Ich habe von Autoren gehört, die von verschiedenen Verlagen mit 4 bis 5-stelligen Beträgen für die Veröffentlichung ihres Buches zur Kasse gebeten wurden. Die versprochenen Leitsungen wurden dann oft nicht, oder nur unzureichend erfüllt.
HT: Kann man vom Schreiben leben oder bleibt es für immer ein Hobby?
Lydia: Das ist glaube ich ähnlich wie mit dem Lotto-spielen. Nein, Spaß beiseite - es ist sehr schwierig solange man für kleinere Verlage schreibt, die nicht die Mittel für die entsprechende Werbung zur Verfügung haben. Hinzu kommt, dass viele Buchhandlungen keine Bücher von kleineren Verlagen in ihr Sortiment aufnehmen. Und ein Buch nur über das Internet bekannt zu machen ist relativ schwierig. Bei den großen Verlagen ist es kaum anders als bei den meisten großen Unternehmen: Man möchte möglichst viel Gewinn bei möglichst geringem Risiko erzielen. Darum greifen große Verlage gerne auf Werke zurück, die im Ausland bereits auf den Bestsellerlisten ganz oben standen. So genannte "Jungautoren" haben es da verdammt schwer ein Buch in einem renommierten Verlag zu plazieren. Dennoch gilt sicherlich: Nichts ist unmöglich ...
HT: Wie lange schreibst du an einem Buch?
Lydia: Das ist ganz unterschiedlich. Wenn ich einmal angefangen habe, verselbstständigt sich die Geschichte in meinem Kopf. Ich werde dann oft nachts wach, weil mir noch irgendetwas eingefallen ist, stehe auf und mache mir Notizen, weil ich sonst Angst habe es am nächsten Morgen wieder vergessen zu haben. Egal wo ich bin oder was ich tue, immer wieder fällt mir etwas ein was ich notieren muss, und so schnell wie möglich in die Geschichte einbringen will. Das "Gerüst" für eine Geschichte habe ich sehr schnell erstellt, aber dann wird immer wieder gelesen, übersbeitet und daran gefeilt. Das Schreiben selbst geht mir eigentlich sehr zügig von der Hand, deutlich zeitraubender ist die Suche nach einem geeigneten Verlag.
HT: Welchen Rat hast du für alle, die auch mal versuchen möchten ein Buch zu schreiben und es zu veröffentlichen?
Lydia: Auf jeden Fall Vorsicht walten zu lassen. In der Vorfreude auf die erste eigene Veröffentlichung, lassen sich viele dazu hinreissen vorschnell einen Vertrag zu unterzeichnen und bereuen dies später. Verträge sollte man ganz genau zu prüfen, oder von einem Fachanwalt prüfen zu lassen, bevor man sie unterschreibt.
Wir danken Lydia für das nette Gespräch!
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Eine Leseprobe aus "Geronimo" findet ihr hier: